Militär-WM statt Bundesliga – falsches Signal zur falschen Zeit (Quelle: Womansoccer)

Chiana
Viel war in den vergangenen Tagen seit dem Titelgewinn der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft in China davon die Rede, die Frauenfußball-Bundesliga müsse in Zukunft professioneller werden. „Die Bundesliga muss auch endlich was tun“, sagte etwa Turbine Potsdams Torhüterin Nadine Angerer kürzlich im Interview. „Die Zeit für den Frauenfußball ist so günstig wie nie“, erklärt ihr Trainer Bernd Schröder.

Und doch muss man sich dieser Tage verwundert die Augen reiben. Gleich mehrere Bundesligavereine leisten sich den Luxus, Schlüsselspielerinnen für die Militärweltmeisterschaft in Indien abzustellen. Gründe mögen die betreffenden Vereine anführen können, doch die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt ist dennoch mehr als fragwürdig, setzt sie doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ein Signal in die falsche Richtung. Denn genau jetzt geht es darum, für Nachhaltigkeit zu sorgen und die Gunst die Stunde zu nutzen, auf den Fußballplätzen die besten deutschen Spielerinnen aufzubieten.

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