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WAZ-Interview mit der Ex-Nationalspielerin, die die U 20 des DFB trainiert
WAZ: Frau Meinert, welchen Stellenwert hat das U-20-Länderspiel in Wolfsburg für Sie?
Meinert: Es ist sozusagen der Auftakt der Vorbereitung auf die U-20-WM…
WAZ: …die erst in einem Jahr in Chile stattfindet.
Meinert: Ja, in Wolfsburg starten wir quasi in eine lange Saison. Wichtig ist, dass wir die Spielerinnen, die mit der U 19 im Sommer die EM gewonnen haben, jetzt das erste Mal wiedersehen.
WAZ: Zu Ihrem Team gehört mit Nathalie Bock auch eine Wolfsburgerin. Wie ist ihr Stellenwert in der U-20-Auswahl?
Meinert: Nathalies Stellenwert lässt sich schon an ihrer Einsatzzeit bei der U-19-EM ablesen – sie hat jedes Spiel durchgespielt, außerdem im Finale das entscheidende Tor geschossen.
WAZ: Welche sind Ihre Qualitäten?
Meinert: Ich halte sehr viel von ihr, sie kann ein Spiel gut lesen und zeigt auf der Sechser-Position ein sehr gutes Zweikampfverhalten.
WAZ: Für Nathalie Bock und die anderen U-20-Spielerinnen bieten sich mit der WM 2011 in Deutschland tolle Perspektiven. Benutzen Sie das als Motivationshilfe?
Meinert: Ich gehe davon aus, dass meine Spielerinnen intelligent genug sind, um selbst auf ihr Geburtsdatum zu schauen und sich auszurechnen, wie alt sie 2011 sein werden – und wie alt die aktuellen A-Nationalspielerinnen dann sein werden. Alle U-20-Spielerinnen haben die große Chance, 2011 dabei zu sein.
WAZ: Die Perspektive ergibt sich also von selbst.
Meinert (lacht): Na, zur Sicherheit werde ich es allen auch nochmal erzählen.
WAZ: Der WM-Sieg in China und die Vergabe der WM 2011 nach Deutschland haben einen kleinen Frauenfußball-Boom ausgelöst. Hält der an?
Meinert: 2003 hat man nach dem WM-Sieg auch einen Boom erwartet – und dann gingen die Zuschauerzahlen in der Frauen-Bundesliga sogar noch zurück. Hoffentlich ist es diesmal anders. Die Erinnerung an die Männer-WM 2006 ist ja noch da. Ich habe damals einige Spiele gesehen und mir gedacht: Es wäre toll, wenn so eine Euphorie auch für den Frauenfußball möglich wäre – wenn auch vielleicht in etwas kleinerem Maßstab.
WAZ: Drei Jahre lang haben Sie in Boston gespielt, in der Profi-Frauenliga der USA. Ist es auf Sicht möglich, Frauenfußball als Profi-Sport zu etablieren?
Meinert: Es muss langsam gehen. Aktuell sehe ich die Perspektive für echtes Vollprofitum nicht. Aber dass fast alle unsere A-Nationalspielerinnen mittlerweile nicht mehr Vollzeit arbeiten müssen, ist schon ein großer Fortschritt. Wenn wir an Halbprofitum denken, sind wir zumindest auf dem richtigen Weg.
WAZ: Wenn Sie einen Wunsch für die Entwicklung des Frauenfußballs frei hätten…
Meinert: …dann würde ich mir zunächst einmal wünschen, dass allen meinen Spielerinnen aus der U-20-Mannschaft immer wieder klar ist, welche große Chance sie für 2011 haben!
WAZ: Frau Meinert, welchen Stellenwert hat das U-20-Länderspiel in Wolfsburg für Sie?
Meinert: Es ist sozusagen der Auftakt der Vorbereitung auf die U-20-WM…
WAZ: …die erst in einem Jahr in Chile stattfindet.
Meinert: Ja, in Wolfsburg starten wir quasi in eine lange Saison. Wichtig ist, dass wir die Spielerinnen, die mit der U 19 im Sommer die EM gewonnen haben, jetzt das erste Mal wiedersehen.
WAZ: Zu Ihrem Team gehört mit Nathalie Bock auch eine Wolfsburgerin. Wie ist ihr Stellenwert in der U-20-Auswahl?
Meinert: Nathalies Stellenwert lässt sich schon an ihrer Einsatzzeit bei der U-19-EM ablesen – sie hat jedes Spiel durchgespielt, außerdem im Finale das entscheidende Tor geschossen.
WAZ: Welche sind Ihre Qualitäten?
Meinert: Ich halte sehr viel von ihr, sie kann ein Spiel gut lesen und zeigt auf der Sechser-Position ein sehr gutes Zweikampfverhalten.
WAZ: Für Nathalie Bock und die anderen U-20-Spielerinnen bieten sich mit der WM 2011 in Deutschland tolle Perspektiven. Benutzen Sie das als Motivationshilfe?
Meinert: Ich gehe davon aus, dass meine Spielerinnen intelligent genug sind, um selbst auf ihr Geburtsdatum zu schauen und sich auszurechnen, wie alt sie 2011 sein werden – und wie alt die aktuellen A-Nationalspielerinnen dann sein werden. Alle U-20-Spielerinnen haben die große Chance, 2011 dabei zu sein.
WAZ: Die Perspektive ergibt sich also von selbst.
Meinert (lacht): Na, zur Sicherheit werde ich es allen auch nochmal erzählen.
WAZ: Der WM-Sieg in China und die Vergabe der WM 2011 nach Deutschland haben einen kleinen Frauenfußball-Boom ausgelöst. Hält der an?
Meinert: 2003 hat man nach dem WM-Sieg auch einen Boom erwartet – und dann gingen die Zuschauerzahlen in der Frauen-Bundesliga sogar noch zurück. Hoffentlich ist es diesmal anders. Die Erinnerung an die Männer-WM 2006 ist ja noch da. Ich habe damals einige Spiele gesehen und mir gedacht: Es wäre toll, wenn so eine Euphorie auch für den Frauenfußball möglich wäre – wenn auch vielleicht in etwas kleinerem Maßstab.
WAZ: Drei Jahre lang haben Sie in Boston gespielt, in der Profi-Frauenliga der USA. Ist es auf Sicht möglich, Frauenfußball als Profi-Sport zu etablieren?
Meinert: Es muss langsam gehen. Aktuell sehe ich die Perspektive für echtes Vollprofitum nicht. Aber dass fast alle unsere A-Nationalspielerinnen mittlerweile nicht mehr Vollzeit arbeiten müssen, ist schon ein großer Fortschritt. Wenn wir an Halbprofitum denken, sind wir zumindest auf dem richtigen Weg.
WAZ: Wenn Sie einen Wunsch für die Entwicklung des Frauenfußballs frei hätten…
Meinert: …dann würde ich mir zunächst einmal wünschen, dass allen meinen Spielerinnen aus der U-20-Mannschaft immer wieder klar ist, welche große Chance sie für 2011 haben!