Sant
Zwei Märchenkinder aus Bonames
Irgendwann hatte Jermaine Jones die Schnauze voll, wie er dem Reporter in der ihm eigenen unmissverständlichen Art mitteilte. "Ich habe keinen Bock darauf, dass meine Heimat als das letzte Ghetto dargestellt wird", schimpfte der Fußballer, der seinerzeit noch bei Eintracht Frankfurt kickte. Immer berichteten die Medien nur negativ über Bonames, immer sei nur vom sozialen Brennpunkt die Rede, immer gehe es um Jugendliche ohne Perspektiven, um Kriminalität, um Drogen. "Ich habe mich in Bonames immer sehr wohl gefühlt", sagte Jones. Punkt, Absatz, nächstes Thema bitte.
Doch so einfach, wie es sich der Fußballer gerne macht, ist die Sache mit der Herkunft eben nicht abzuhandeln. Jermaine Jones ist zur Symbolfigur für Bonames geworden, er ist der Junge vom Ben-Gurion-Ring, der sich - ob er will oder nicht - bestens für ein Fußball-Märchen eignet. Die Verhältnisse, in denen der mittlerweile 26 Jahre alte Jones aufwuchs, waren schlecht. Seinen Vater, einen US-Soldaten, lernte er nie kennen, auf die Schule hatte er keine Lust, dafür hing er lieber draußen mit seinen Freunden ab. Jeden Nachmittag verbrachte er inmitten der schmucklosen Hochhaussiedlung mit den Jungs, die dem Viertel am Ben-Gurion- Ring den Namen "Golanhöhen" verpassten.
mehr: http://www.fr-online.de/frankfurt_und_he...nt=1269286&sid=
Irgendwann hatte Jermaine Jones die Schnauze voll, wie er dem Reporter in der ihm eigenen unmissverständlichen Art mitteilte. "Ich habe keinen Bock darauf, dass meine Heimat als das letzte Ghetto dargestellt wird", schimpfte der Fußballer, der seinerzeit noch bei Eintracht Frankfurt kickte. Immer berichteten die Medien nur negativ über Bonames, immer sei nur vom sozialen Brennpunkt die Rede, immer gehe es um Jugendliche ohne Perspektiven, um Kriminalität, um Drogen. "Ich habe mich in Bonames immer sehr wohl gefühlt", sagte Jones. Punkt, Absatz, nächstes Thema bitte.
Doch so einfach, wie es sich der Fußballer gerne macht, ist die Sache mit der Herkunft eben nicht abzuhandeln. Jermaine Jones ist zur Symbolfigur für Bonames geworden, er ist der Junge vom Ben-Gurion-Ring, der sich - ob er will oder nicht - bestens für ein Fußball-Märchen eignet. Die Verhältnisse, in denen der mittlerweile 26 Jahre alte Jones aufwuchs, waren schlecht. Seinen Vater, einen US-Soldaten, lernte er nie kennen, auf die Schule hatte er keine Lust, dafür hing er lieber draußen mit seinen Freunden ab. Jeden Nachmittag verbrachte er inmitten der schmucklosen Hochhaussiedlung mit den Jungs, die dem Viertel am Ben-Gurion- Ring den Namen "Golanhöhen" verpassten.
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