Kappe
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| Nur unter größten Anstrengungen und mit deutscher Hilfe entstehen in Afghanistan Strukturen, die jungen Frauen das Sporttreiben ermöglichen. Immer noch drohen Arbeitgeber Fußball spielenden Mädchen mit dem Verlust ihres Jobs. Denn viele Männer haben immer noch große Schwierigkeiten damit. |
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| „Wir spielen mit großem Risiko. Wir beten, dass nichts passiert“, erzählt Stärk über seine Arbeit. „Es kann jeden Tag vorbei sein.“ (...) „Es gibt immer noch gesellschaftliche Probleme. Die Eltern müssen nach wie vor kämpfen, um ihre Töchter Fußball spielen zu lassen“, räumt Keramuddin ein. So ist ihr Training in Kabul nur hinter verschlossen Türen möglich. Männer dürfen nicht zuschauen. (...) Aber der Weg zum Training quer durch die Stadt wird jedes Mal zur Mutprobe. „Der einzige Schutz besteht darin, sich so unauffällig wie möglich zu bewegen und in der Menge unterzutauchen“, erzählt Trainer Stärk, der seit fast vier Jahren in Kabul arbeitet. (...) „In einer Gesellschaft, in der jahrelang Krieg geherrscht hat, wo die Frauen immer unterdrückt wurden und viel weniger Rechte haben als die Männer, ist es auch ein gesellschaftliches Problem. Dass Frauen plötzlich Fußball spielen, bereitet vielen Schwierigkeiten“, berichtet Teambetreuer Ali Askar Lali. Immer noch drohen Arbeitgeber Fußball spielenden Mädchen mit dem Verlust ihres Jobs. Lehrerinnen laufen Gefahr, in die Provinz versetzt zu werden. |
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| Seit Klaus Stärk 2001 mit einem knappen Dutzend Mädchen seine Arbeit begann, sind rund um die Hauptstadt 22 Mannschaften entstanden. „Das sind starke Mädels, die sich nicht abschrecken lassen“, sagt der Trainer voller Bewunderung. Gekickt wird längst auch in anderen Städten am Hindukusch wie etwa in Kandahar, Kundus, Jalalabad oder Herat. (...) Die jungen Frauen spielen nur im Verborgenen. Punktspiele werden in Turnierform im Militärcamp oder im Ausland ausgetragen. 2007 beteiligte sich die Nationalelf an der Punktrunde in Pakistan und belegte Platz zwei. (...) Kürzlich waren bei einem Anschlag auf ein Hotel in Kabul zehn Tote zu beklagen. Stärk will die nächsten zwei Monate in Deutschland bleiben und sich dann entscheiden, ob er seine Arbeit fortsetzt: „Wir beten alle, dass die Taliban nicht auf die Idee kommen, unsere Mission, den Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen, mit Gewalt zu unterbinden.“ |
http://www.welt.de/sport/article1595303/..._riskieren.html
Toller Artikel. Fußball als Überlebenstraining