schmidt
Eliteschule des Fußballs
Es gibt sie in Cottbus und Potsdam - Quelle: Deutschland Radio Kultur
Die bislang einzigen Eliteschulen des Fußballs stehen in Brandenburg. Die Einrichtung in Cottbus kümmert sich um den männlichen Fußballnachwuchs, in Potsdam werden zurzeit rund 80 weibliche Talente gefördert. Oberster Förderer ist DFB-Präsident Theo Zwanziger, der den Schwung der Fußball-WM in Deutschland, das Sommermärchen aus dem letzten Jahr, mit in die nächsten Jahre der Nachwuchsförderung nehmen will.
Neubert: "Man schenkt uns nichts, wir werden an den Ergebnissen gemessen und wir müssen natürlich sehen, dass wir den Kindern, die wir hier haben ... diesen Spagat, den sie machen, zwischen Schule und Leistungssport, ermöglichen, sie unterstützen."
Die Friedrich-Ludwig-Jahn Sportschule Potsdam trägt als zweite Nachwuchseinrichtung Deutschlands den Titel Eliteschule des Fußballs. Damit sind vom DFB zwei Schulen aus dem Land Brandenburg ausgezeichnet worden. Cottbus und Potsdam.
Einmal den Titel Eliteschule des Fußballs verliehen bekommen zu haben, heißt nicht, dass man ihn für immer behalten kann. Jedes Jahr überprüft eine Kommission des DFB, ob die aufgestellten Bedingungen weiter erfüllt werden und auch ausreichend sportliche Erfolge zu verzeichnen sind. Wenn nicht, dann ist der Titel wieder weg.
Neubert: "Man hat sich ja Gott sei Dank getrennt von dem Gedanken, dass alles, was zu DDR-Zeiten gemacht worden ist, schlecht war. Ich denke mal, dass gerade, wenn ich den ideologischen Faktor weglasse, dass gerade im Sport viele Länder versucht haben, den DDR-Sport zu kopieren."
Auch, dass vom DFB für die Ernennung zu einer Eliteschule des Fußballs geforderte Verbundsystem aus Schule, Sport, Internat, medizinischer und psychologischer Betreuung sowie modernen Trainingsmöglichkeiten, war an den meisten Sportschulen der ehemaligen DDR gegeben.
Dass als zweite Eliteschule die Potsdamer Schule ausgewählt wurde, die ausschließlich Frauenfußball fördert, ist nicht selbstverständlich, wurde der doch noch bis vor kurzem nicht ernst genommen. Vor allem die Erfolge von Turbine Potsdam und der Frauen-Nationalmannschaft, haben auch Spötter aufhorchen lassen. Und noch etwas war für die veränderte Wahrnehmung dieser Sportart von Bedeutung, wie sich Minister Rupprecht erinnert.
Rupprecht: "Frauenfußball war ja etwas, was teilweise nur belächelt wurde. Als es den olympischen Status kriegte, plötzlich hat sich sowohl der DFB interessiert und inzwischen gehen Mädchen selbstverständlich in die Sportschule in Potsdam, und wir haben die erste Eliteschule des Fußballs für Mädchen hier in Potsdam."
Ziemer: "Ich sehe das an meinem Vater, der immer sportinteressiert war und der am Fußball unheimlich interessiert war und bei dem ist eine Entwicklung eingetreten, die hätte ich nie vermutet. Der hat gesagt, er sieht Spiele der Frauen inzwischen viel lieber als die der Männer, weil mehr Spiel stattfindet und nicht so viel Zerstörung im Mittelfeld passiert und es ganz einfach schönerer Fußball ist. Das sagen ganz viele."
600 Schülerinnen und Schüler besuchen die Potsdamer Sportschule, die 1999 vom Deutschen Sportbund den Titel Eliteschule des Sports verliehen bekommen hat. 420 Schüler wohnen im Internat. Der Preis für Unterbringung und Vollverpflegung ist für alle gleich. Er beträgt 155 Euro pro Monat. Das ist Eliteförderung unabhängig von der Größe des Geldbeutels der Eltern. Die Zahl der Bewerbungen nimmt stetig zu - und das, obwohl die Nachwuchssportler eine 50-Stunden-Woche erwartet.
Neubert: "Man fragt sich natürlich auch, welche Motivation haben diese Kinder. Das ist sicherlich zum einen das Interesse am Sport ... Wenn ich mich vor eine Fußballklasse stelle ... und frage, wer will Profifußballer werden - von jedem geht der Arm hoch. Also das Ziel ist, auch später mal damit Geld zu verdienen."
Trotzdem würde Cindy die Schule nicht freiwillig verlassen wollen. Ihr Traum ist es, später einmal in den festen Kader von Turbine Potsdam aufgenommen zu werden. Darauf, als Fußballerin an einer Eliteschule zu sein, ist sie besonders stolz, obwohl das natürlich auch Verpflichtungen mit sich bringt, wie ihre Klassenkameradin Maria Mack erzählt.
hier ist der vollständige Artikel...........
Es gibt sie in Cottbus und Potsdam - Quelle: Deutschland Radio Kultur
Die bislang einzigen Eliteschulen des Fußballs stehen in Brandenburg. Die Einrichtung in Cottbus kümmert sich um den männlichen Fußballnachwuchs, in Potsdam werden zurzeit rund 80 weibliche Talente gefördert. Oberster Förderer ist DFB-Präsident Theo Zwanziger, der den Schwung der Fußball-WM in Deutschland, das Sommermärchen aus dem letzten Jahr, mit in die nächsten Jahre der Nachwuchsförderung nehmen will.
Neubert: "Man schenkt uns nichts, wir werden an den Ergebnissen gemessen und wir müssen natürlich sehen, dass wir den Kindern, die wir hier haben ... diesen Spagat, den sie machen, zwischen Schule und Leistungssport, ermöglichen, sie unterstützen."
Die Friedrich-Ludwig-Jahn Sportschule Potsdam trägt als zweite Nachwuchseinrichtung Deutschlands den Titel Eliteschule des Fußballs. Damit sind vom DFB zwei Schulen aus dem Land Brandenburg ausgezeichnet worden. Cottbus und Potsdam.
Einmal den Titel Eliteschule des Fußballs verliehen bekommen zu haben, heißt nicht, dass man ihn für immer behalten kann. Jedes Jahr überprüft eine Kommission des DFB, ob die aufgestellten Bedingungen weiter erfüllt werden und auch ausreichend sportliche Erfolge zu verzeichnen sind. Wenn nicht, dann ist der Titel wieder weg.
Neubert: "Man hat sich ja Gott sei Dank getrennt von dem Gedanken, dass alles, was zu DDR-Zeiten gemacht worden ist, schlecht war. Ich denke mal, dass gerade, wenn ich den ideologischen Faktor weglasse, dass gerade im Sport viele Länder versucht haben, den DDR-Sport zu kopieren."
Auch, dass vom DFB für die Ernennung zu einer Eliteschule des Fußballs geforderte Verbundsystem aus Schule, Sport, Internat, medizinischer und psychologischer Betreuung sowie modernen Trainingsmöglichkeiten, war an den meisten Sportschulen der ehemaligen DDR gegeben.
Dass als zweite Eliteschule die Potsdamer Schule ausgewählt wurde, die ausschließlich Frauenfußball fördert, ist nicht selbstverständlich, wurde der doch noch bis vor kurzem nicht ernst genommen. Vor allem die Erfolge von Turbine Potsdam und der Frauen-Nationalmannschaft, haben auch Spötter aufhorchen lassen. Und noch etwas war für die veränderte Wahrnehmung dieser Sportart von Bedeutung, wie sich Minister Rupprecht erinnert.
Rupprecht: "Frauenfußball war ja etwas, was teilweise nur belächelt wurde. Als es den olympischen Status kriegte, plötzlich hat sich sowohl der DFB interessiert und inzwischen gehen Mädchen selbstverständlich in die Sportschule in Potsdam, und wir haben die erste Eliteschule des Fußballs für Mädchen hier in Potsdam."
Ziemer: "Ich sehe das an meinem Vater, der immer sportinteressiert war und der am Fußball unheimlich interessiert war und bei dem ist eine Entwicklung eingetreten, die hätte ich nie vermutet. Der hat gesagt, er sieht Spiele der Frauen inzwischen viel lieber als die der Männer, weil mehr Spiel stattfindet und nicht so viel Zerstörung im Mittelfeld passiert und es ganz einfach schönerer Fußball ist. Das sagen ganz viele."
600 Schülerinnen und Schüler besuchen die Potsdamer Sportschule, die 1999 vom Deutschen Sportbund den Titel Eliteschule des Sports verliehen bekommen hat. 420 Schüler wohnen im Internat. Der Preis für Unterbringung und Vollverpflegung ist für alle gleich. Er beträgt 155 Euro pro Monat. Das ist Eliteförderung unabhängig von der Größe des Geldbeutels der Eltern. Die Zahl der Bewerbungen nimmt stetig zu - und das, obwohl die Nachwuchssportler eine 50-Stunden-Woche erwartet.
Neubert: "Man fragt sich natürlich auch, welche Motivation haben diese Kinder. Das ist sicherlich zum einen das Interesse am Sport ... Wenn ich mich vor eine Fußballklasse stelle ... und frage, wer will Profifußballer werden - von jedem geht der Arm hoch. Also das Ziel ist, auch später mal damit Geld zu verdienen."
Trotzdem würde Cindy die Schule nicht freiwillig verlassen wollen. Ihr Traum ist es, später einmal in den festen Kader von Turbine Potsdam aufgenommen zu werden. Darauf, als Fußballerin an einer Eliteschule zu sein, ist sie besonders stolz, obwohl das natürlich auch Verpflichtungen mit sich bringt, wie ihre Klassenkameradin Maria Mack erzählt.
hier ist der vollständige Artikel...........