[Info] Hohen Neuendorf II - Union II

JensLBerlin
Sonntag, 23.03.08
Pokal VF

BW Hohen Neuendorf II – 1. FC Union Berlin II 5:0 (1:0)

HN:
Kruscha – Seeger, Ubrig, Gössling, Kalwa (68. Bautruck), Huseinovic (60. Anniès), Zacher, Bluhm, Dannhorn, Thoms, Papadopoulos (79. Konrad)


1.FC Union Berlin:
Diana Barnick - Franziska Schöber, Susan Rahmsdorf, Michelle Hoffmann, Nadine Heber - Anja Mathes ( 75. Lysanne Steppat), Susann Schlüter, Julia Wigger
( 60. Nicole Strauss), Franziska Neumann - Shireen Dahms (80. Charlotte Schönfeld), Anne Stein

1:0 (20), 2:0 (4 Papadopoulos, 3:0 (72.) Thoms, 4:0 (76), 5:0 (7 Dannhorn

Besonderere Vorkommnisse: 77 min. Thoms (HN) Rote Karte (Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Bernhard Lieflander (DJK SW Neukölln) mit einer unauffälligen und deshalb sehr guten Leistung!

Erfahrenheit siegt über Jugend

In diesem Pokalviertelfinale standen sich mit den zweiten Vertretungen Hohen-Neuendorfs und Unions die beiden Besten zweiten Mannschaften Berlins gegenüber. HN führt die Tabelle der Verbandsliga souverän an, Union belegt als Neuaufsteiger einen beachtlichen 6. Rang in dieser Liga.
Beide Vertretungen machten von Anfang an deutlich, das man im Pokal nach Möglichkeit erst im Finale zur Ruhe kommen will.
Union übernahm, vielleicht etwas überraschend, von Beginn an die Initiative und bestimmten das hohe Tempo der Anfangsphase. HN hatte sichtlich Mühe sich auf dieses hohe Tempo einzustellen, standen aber so geschickt in der Abwehr, das Union nur zu zwei wirklich guten Chancen kam.
Mit dem ersten richtigen Angriff über HN´s rechte Seite, konnte Papadoupolos in den Strafraum der Unionerinnen eindringen, und bestrafte das viel zu passive Abwehrverhalten mit einem finalen Beinschuß bei Diana Barnick. Das schockte die sehr junge Unionmannschaft deutlich, ab sofort spielte HN ihre ganze Erfahrung aus und bestimmte das Spiel. Besonders einer Viola Bluhm sah man ihre technischen und taktischen Fähigkeiten an, sie bestimmte ab sofort den Rhythmus dieser Partie.
Zwar hätte Union noch vor der Pause den mehr als gerechtfertigten Ausgleich erzielen können, aber der Ball sprang nur gegen die Querlatte.
In der 2 HZ wollte Union dann versuchen diesem Spiel einen Pokalcharakter zu geben, allerdings schluckte man viel zu früh, und völlig unnötig das 2:0.
Aber völlig unerwartet reagierte Union mit einer alles oder nichts Haltung. Es wurde wieder massiv gestürmt und HN in den eigenen Strafraum, bei gelegentlichen Kontern, zurückgedrängt. Da aber trotz aller Bemühungen kein eigenes Tor gelang, griffen irgendwann die bekannten Fußballmechanismen. HN erzielte gar das 3:0 nach einem Konter, in der Verteidigung wurde zu ungestüm angegriffen, Nadin Thoms legte sich an der linken Strafraumgrenze den Ball auf rechts und schlenzte diesen wunderschön ins lange Eck.
Aber auch danach gab Union nicht auf und versuchte weiter zu einem eigenen Erfolg zu kommen, aber wiederum die Latte verhinderte dies. In der Endphase überschlugen sich die Ereignisse noch einmal, Thoms sah nach einer völlig sinnfreien Tätlichkeit die Rote Karte, eingebettet in zwei Tore von Nicole Dannhorn.
Der Sieg von HN geht zweifelsfrei in Ordnung, ob das Ergebnis zu hoch ist oder nicht, sei dahingestellt, da es im Pokal nur ums weiterkommen oder nicht geht.
Trotzdem waren viele positive Ansätze zu erkennen, für das Ausbildungskonzept der Unionerinnen besonders wichtig, das neben Anne Stein, die schon mehrfach für die „Zweite“ auflief, auch die B-Mädchen Lysanne Steppat und Charlotte Schönfeld ihren durchaus guten Einstand gaben und mit Nadine Raasch eine weitere junge Spielerin auf der Bank saß. Natürlich, HN ist ein Gegner von dem man in Puncto Routine und Abgeklärtheit nur lernen kann, da der Begriff „Zweite“ hier vielleicht auch etwas unpassend ist, da es sich hier eher um eine eigenständige Mannschaft handelt, die auch einen anderen Namen tragen könnte.
Aber wie auch im Training schon gesehen, gibt es auch in der „Zweiten“ wieder eine große Trainingsbeteiligung, und für den Trainer wird es immer schwieriger aus gut 20 Spielerinnen auszuwählen.
Auf Grund der bisher gezeigten Leistungen und der insgesamt positiven Tendenz , wird nach dem Pokalaus nun Platz 6 in der Berliner Verbandsliga als neues Ziel anvisiert.