schmidt
1.
Vollverschleiert im Sturm - Quelle: tagesspiegel
Staubig sind die Straßen von Teheran, und ein rauer Wind verweht die schwarzen Schleier. Blickdicht sind sie dennoch verhüllt, die iranische Nationalspielerin Narmila Fathi und ihre Mutter Efat, auch sie früher für ihr Land am Ball. Jetzt spielen sich die beiden Frauen den Ball zu, wie sie das immer tun in diesem Land, wo Männern bei Frauen-Spielen der Zutritt verboten ist und Frauen der Zutritt bei Männer-Partien.
„Fußballspielen bedeutet für mich Kraft bekommen – und Selbstbewusstsein ausstrahlen“, sagt die 23-jährige Narmila Fathi aus Teheran.
Allein in der Hauptstadt gibt es 40 Damenteams
Unter dem Kopftuch strahlen mit Kajal geschminkte Augen. Die sonst vollverkleidete Stürmerin mit der Nummer 13 trägt außerhalb des Spielfelds Lippenstift. Wenn sie in Teheran in die Universität zu den Vorlesungen in Sportwissenschaften geht, achten Sittenwächter darauf, dass bei Mädchen vom neunten Lebensjahr an ja kein Knopf zu weit geöffnet ist, keine Strähne zu viel aus dem Schleier schaut. Muss auch der Frauenfußball im Land von Präsident Mahmud Ahmadinedschad erst aus der Defensive kommen? Narmila Fathi winkt ab. „Wir haben bei uns in vielen Provinzen insgesamt 14 Frauenliga-Fußballmannschaften“, sagt die schlanke Frau, „und allein in Teheran gibt es 40 Damenteams.“
Ein Höhepunkt der Karriere war aber vor zwei Jahren das Freundschaftsspiel gegen die Berliner Verbandsligamannschaft Al Dersimspor. Von dieser Begegnung zweier Welten, dem ersten öffentlichen Frauenfußballspiel in einem Stadion seit der Revolution 1979, erzählt auch der Film „Football Under Cover“.
"Die Fifa sollte auch verschleierte Teams akzeptieren"
Sie alle hoffen, dass sie doch noch, wie schon 2007 geplant, als Team ein Rückspiel gegen die Deutschen machen dürfen. In Berlin. Steffi Jones schenkte ihrer iranischen Kollegin vorm Kino „voller Hochachtung“ einen Pin von der Frauenfußball-WM in Deutschland 2011. „Ich wünsche mir, dass die Fifa auch verschleierte Teams akzeptiert, dann könnten wir da mitmachen“, sagt Fathi.
hier steht der ganze Artikel
2.
Wenig schleierhaft - Quelle: tagesspiegel von heute
Iranische Frauenteams dürfen zurzeit nicht unter dem Dach der Fifa spielen, weil der Verband deren Kleidung nicht akzeptiert.
Es ist wohl die Frage, mit der sie beim Weltfußballverband am wenigsten gerechnet haben dürften. Doch die Fifa wird sich wohl bald mit der Frage beschäftigen müssen, ob sich auch verschleiert auflaufende Frauen-Mannschaften an der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland beteiligen dürfen. Zahlreiche internationale Fußballspielerinnen haben jetzt angeregt, dass die Fifa die Kleidungsvorschriften für das Spiel auf dem Feld verändern solle. Bislang ist es der iranischen Mannschaft untersagt, selbst bei Qualifikationsspielen für die Fußball-WM anzutreten.
Möglicherweise können Narmila Fathi, Niloofar Basir und andere herausragende Spielerinnen ihres Landes ja doch für die Frauenfußballweltmeisterschaft trainieren. „Dann müsste der iranische Fußballverband aber zunächst einen entsprechenden Antrag stellen beim International Football Association Board“, sagte Fifa-Kommunikationsdirektor Andreas Herren. Ein solcher Antrag liege bislang nicht vor.
Von der Regel könnte auch Afghanistan betroffen sein. Bei Teams wie etwa Syrien, Jordanien oder Saudi Arabien können sich die Spielerinnen bislang aussuchen, ob sie kurzärmelig oder verschleiert spielen. Fifa-Sprecher Andreas Herren betonte, dass die Fifa-Kleidungsregeln keinen Unterschied machen zwischen Männern und Frauen – und dass die Fifa keine gesellschaftspolitische Organisation sei. Die vollverschleierten Spielerinnen hingegen haben mit ganz anderen Phänomen zu tun: nämlich der eigenen eingeschränkten Bewegungsfreiheit und leicht abgedämpftem Hörvermögen.
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Vollverschleiert im Sturm - Quelle: tagesspiegel
Staubig sind die Straßen von Teheran, und ein rauer Wind verweht die schwarzen Schleier. Blickdicht sind sie dennoch verhüllt, die iranische Nationalspielerin Narmila Fathi und ihre Mutter Efat, auch sie früher für ihr Land am Ball. Jetzt spielen sich die beiden Frauen den Ball zu, wie sie das immer tun in diesem Land, wo Männern bei Frauen-Spielen der Zutritt verboten ist und Frauen der Zutritt bei Männer-Partien.
„Fußballspielen bedeutet für mich Kraft bekommen – und Selbstbewusstsein ausstrahlen“, sagt die 23-jährige Narmila Fathi aus Teheran.
Allein in der Hauptstadt gibt es 40 Damenteams
Unter dem Kopftuch strahlen mit Kajal geschminkte Augen. Die sonst vollverkleidete Stürmerin mit der Nummer 13 trägt außerhalb des Spielfelds Lippenstift. Wenn sie in Teheran in die Universität zu den Vorlesungen in Sportwissenschaften geht, achten Sittenwächter darauf, dass bei Mädchen vom neunten Lebensjahr an ja kein Knopf zu weit geöffnet ist, keine Strähne zu viel aus dem Schleier schaut. Muss auch der Frauenfußball im Land von Präsident Mahmud Ahmadinedschad erst aus der Defensive kommen? Narmila Fathi winkt ab. „Wir haben bei uns in vielen Provinzen insgesamt 14 Frauenliga-Fußballmannschaften“, sagt die schlanke Frau, „und allein in Teheran gibt es 40 Damenteams.“
Ein Höhepunkt der Karriere war aber vor zwei Jahren das Freundschaftsspiel gegen die Berliner Verbandsligamannschaft Al Dersimspor. Von dieser Begegnung zweier Welten, dem ersten öffentlichen Frauenfußballspiel in einem Stadion seit der Revolution 1979, erzählt auch der Film „Football Under Cover“.
"Die Fifa sollte auch verschleierte Teams akzeptieren"
Sie alle hoffen, dass sie doch noch, wie schon 2007 geplant, als Team ein Rückspiel gegen die Deutschen machen dürfen. In Berlin. Steffi Jones schenkte ihrer iranischen Kollegin vorm Kino „voller Hochachtung“ einen Pin von der Frauenfußball-WM in Deutschland 2011. „Ich wünsche mir, dass die Fifa auch verschleierte Teams akzeptiert, dann könnten wir da mitmachen“, sagt Fathi.
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2.
Wenig schleierhaft - Quelle: tagesspiegel von heute
Iranische Frauenteams dürfen zurzeit nicht unter dem Dach der Fifa spielen, weil der Verband deren Kleidung nicht akzeptiert.
Es ist wohl die Frage, mit der sie beim Weltfußballverband am wenigsten gerechnet haben dürften. Doch die Fifa wird sich wohl bald mit der Frage beschäftigen müssen, ob sich auch verschleiert auflaufende Frauen-Mannschaften an der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland beteiligen dürfen. Zahlreiche internationale Fußballspielerinnen haben jetzt angeregt, dass die Fifa die Kleidungsvorschriften für das Spiel auf dem Feld verändern solle. Bislang ist es der iranischen Mannschaft untersagt, selbst bei Qualifikationsspielen für die Fußball-WM anzutreten.
Möglicherweise können Narmila Fathi, Niloofar Basir und andere herausragende Spielerinnen ihres Landes ja doch für die Frauenfußballweltmeisterschaft trainieren. „Dann müsste der iranische Fußballverband aber zunächst einen entsprechenden Antrag stellen beim International Football Association Board“, sagte Fifa-Kommunikationsdirektor Andreas Herren. Ein solcher Antrag liege bislang nicht vor.
Von der Regel könnte auch Afghanistan betroffen sein. Bei Teams wie etwa Syrien, Jordanien oder Saudi Arabien können sich die Spielerinnen bislang aussuchen, ob sie kurzärmelig oder verschleiert spielen. Fifa-Sprecher Andreas Herren betonte, dass die Fifa-Kleidungsregeln keinen Unterschied machen zwischen Männern und Frauen – und dass die Fifa keine gesellschaftspolitische Organisation sei. Die vollverschleierten Spielerinnen hingegen haben mit ganz anderen Phänomen zu tun: nämlich der eigenen eingeschränkten Bewegungsfreiheit und leicht abgedämpftem Hörvermögen.
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