[Presse] Chancenverwertung bleibt Achillesferse U 20 Nationalmannschaft Testspiel in Marburg

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Im letzten Testspiel vor der U20 Weltmeisterschaft in Chile, die am am 19. November beginnt, hatte sich Bundestrainerin Maren Meinert noch einmal einen starken Gegner eingeladen, die U23-Nationalmannschaft aus Schweden. Der Unterschied im Altersdurchschnitt der Spielerinnen der beiden Teams betrug dann auch tatsächlich 2-3 Jahre, trotzdem zeigte sich das deutsche Team gegen den alten Rivalen aus dem Norden insgesamt spielerisch deutlich überlegen und hätte diese Partie gewinnen müssen.

Doch das Spiel endete unentschieden, weil die deutschen Stürmerinnen eine Vielzahl von hochkarätigen Torgelegenheiten ungenutzt ließen. Damit knüpfte das Team nahtlos an den Misserfolg bei der U19 Europameisterschaft in diesem Jahr an, als viele der Spielerinnen, die heute für die U20 auf dem Platz waren, im Halbfinale trotz drückender Überlegenheit und guter Torgelegenheiten gegen Norwegen in regulärer Spielzeit und Verlängerung nicht über ein 1:1 hinauskamen und schließlich im Elfmeterschießen ausschieden.

Auch die deutsche Abwehr leistete sich einige wenige Fehler, die von der starken Kosovare Asllani in der schwedischen Spitze gnadenlos bestraft wurden, so dass die Schwedinnen mit einem für sie äußerst schmeichelhaften Ergebnis die Heimreise antreten konnten. Wenn es nicht gelingt, die Schwäche im Abschluss abzustellen, kann die WM in Chile zu einem traumatischen Erlebnis für die DFB-Auswahl werden. Andererseits, wenn der Knoten wieder platzt und die Stürmerinnen richtig treffen, gehört dieses spielstarke Team zu den ganz großen Favoriten auf den WM-Titel.

Maßgebliche Figuren dabei dürften die beiden Münchnerinnen Katharina Baunach und Nicole Banecki werden, die an diesem Donnerstag in Marburg eine ganz starke Leistung boten. Banecki in der Mitte war der Kopf des deutschen Spiels und Baunach auf der linken Seite wohl die stärkste Spielerin auf dem Platz - beide allerdings nur eine Halbzeit lang, denn Bundestrainerin Maren Meinert wollte die beiden nach vielfältigen Belastungen müden Spielerinnen nicht verheizen und gab im zweiten Durchgang Julia Simic und Marie Pollmann die Gelegenheit, sich zu beweisen. Auch Simic und Pollmann machten ihre Sache gut, doch konnten sie nicht verhindern, dass das Spiel des deutschen Teams in Halbzeit zwei deutlich nachließ, was aber laut Meinert teilweise der Müdigkeit der Spielerinnen nach dem hohen Tempo des ersten Durchgangs geschuldet war. Trotzdem, „Katharina und Nicole sind nicht gleichwertig zu ersetzen” gab Meinert in der Pressekonferenz nach dem Spiel zu Protokoll.

weiter siehe Quelle:

http://www.fansoccer.de/jugendnatios/u20...chwedentest.htm