FFFan
03.11.2005 04:52
Der Alptraum der Verbandsligisten
SG Grüningen/Pfaffenweiler wirft im Pokal einen Favoriten nach dem anderen raus
Donaueschingen
Am Dienstagnachmittag um kurz vor drei Uhr war es wieder soweit: Die Kickerinnen der SG Grüningen/Pfaffenweiler bestätigten aufs Neue ihren Ruf als Verbandsliga-Schreck im südbadischen Pokal. In der ersten Runde bekam dies der SV Obereschach zu spüren, danach wurde der damalige Verbandsliga-Spitzenreiter FC Salem rausgeworfen und vorgestern musste der aktuelle Tabellenführer im südbadischen Oberhaus, der Offenburger FV, dran glauben. Mit 3:0 fertigte der Bezirksligist die Ortenauer ab. Die Damen-Mannschaft SG Grüningen/Pfaffenweiler steht nun im Halbfinale. Zwei Siege ist die Elf von Trainer Peter Hör vom "Pott" und damit vom einem möglichen Einzug in den DFB-Pokal entfernt.
"Die Partie gegen Offenburg war die beste überhaupt. Die Spielerinnen haben sich hervorragend an die taktischen Anweisungen gehalten und völlig verdient gewonnen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Dass wir unter den besten Vier im Pokal sind, ist schon fast eine Sensation", freute sich Hör über den jüngsten Coup.
In der Bezirksliga musste die neu gegründete Spielgemeinschaft in dieser Saison beginnen. Da sind die Schwarzwälderinnen bei ihrer spielerischen Klasse nahezu in jeder Partie unterfordert. Aus den ersten acht der 20 Saisonspiele holten die Damen die Maximalpunktzahl 24 und auch das Torverhältnis von 54:2 zeigt die Dominanz. "Für mich ist die Meisterschaft erst entschieden, wenn wir rechnerisch durch sind. Dass wir in den Punktspielen unterfordert sind, hat die Gefahr, dass einige Spielerinnen vielleicht doch zu lässig in diese Partien gehen. Da bin ich als Trainer gefordert, um die Mannschaft stets zu motivieren", ergänzt Hör.
Das Team aus Grüningen und Pfaffenweiler zeichnet eine gute Altersstruktur aus. Routinier ist Silke Erath mit 35 Jahren. Die jüngste Spielerin ist 17. Zudem bieten sich von den B-Juniorinnen, die in der Verbandsstaffel spielen, weitere Talente an. "Wir gehen immer nur einen Schritt nach dem anderen. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit dieser Mannschaft auch schon jetzt in der Landesliga eine gute Rolle spielen würden", ist Hör überzeugt. Die Gefahr, dass die besten Spielerinnen den Verein verlassen, sieht er nicht. "Schon jetzt kommen viele ehemalige Spielerinnen, die heute in Pfohren oder Obereschach aktiv sind, als Zuschauer zu unseren Spielen. Vielleicht kommen sie zurück, wenn wir höherklassig spielen", sinniert Hör.
Ein starker Angriff, eine solide Abwehr und ein gutes Mittelfeld, in dem gleichermaßen offensiv wie defensiv gearbeitet wird, sind die Zutaten für das Erfolgsrezept bei der SG. Mit diesen Stärken sollen auch die nächsten Punktspiele in Angriff genommen werden, bevor im Pokal am 4. Dezember die nächste Herausforderung ansteht. "Wir nutzen die Pokalspiele auch, um gegen höherklassige Mannschaften das wirkliche Potenzial unserer Elf zu zeigen. Egal, wie der nächste Gegner heißt: Wir werden alles geben, denn wir wollen ins Finale", sagt Hör, der gegen Offenburg erstmals mit der Wunschformation spielte und sich für das Halbfinale nun eine große Zuschauerkulisse Zuschauer erhofft.
Noch ist das Halbfinale nicht ausgelost. Im Topf sind neben der SG noch Oberligist VfR Engen, Landesligist PSV Freiburg und der FC Hausen im Wiesental. Dieses Team dürften der Wunschgegner der Hör-Elf sein, denn die Wiesentäler spielen in der Verbandsliga. Und gegen die Teams aus dieser Liga tritt der Bezirksligist SG Grüningen/Pfaffenweiler erfahrungsgemäß besonders gerne an.
Dietmar Zschäbitz
http://www.suedkurier.de/sport/regionals...16,1774852.html
Der Alptraum der Verbandsligisten
SG Grüningen/Pfaffenweiler wirft im Pokal einen Favoriten nach dem anderen raus
Donaueschingen
Am Dienstagnachmittag um kurz vor drei Uhr war es wieder soweit: Die Kickerinnen der SG Grüningen/Pfaffenweiler bestätigten aufs Neue ihren Ruf als Verbandsliga-Schreck im südbadischen Pokal. In der ersten Runde bekam dies der SV Obereschach zu spüren, danach wurde der damalige Verbandsliga-Spitzenreiter FC Salem rausgeworfen und vorgestern musste der aktuelle Tabellenführer im südbadischen Oberhaus, der Offenburger FV, dran glauben. Mit 3:0 fertigte der Bezirksligist die Ortenauer ab. Die Damen-Mannschaft SG Grüningen/Pfaffenweiler steht nun im Halbfinale. Zwei Siege ist die Elf von Trainer Peter Hör vom "Pott" und damit vom einem möglichen Einzug in den DFB-Pokal entfernt.
"Die Partie gegen Offenburg war die beste überhaupt. Die Spielerinnen haben sich hervorragend an die taktischen Anweisungen gehalten und völlig verdient gewonnen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Dass wir unter den besten Vier im Pokal sind, ist schon fast eine Sensation", freute sich Hör über den jüngsten Coup.
In der Bezirksliga musste die neu gegründete Spielgemeinschaft in dieser Saison beginnen. Da sind die Schwarzwälderinnen bei ihrer spielerischen Klasse nahezu in jeder Partie unterfordert. Aus den ersten acht der 20 Saisonspiele holten die Damen die Maximalpunktzahl 24 und auch das Torverhältnis von 54:2 zeigt die Dominanz. "Für mich ist die Meisterschaft erst entschieden, wenn wir rechnerisch durch sind. Dass wir in den Punktspielen unterfordert sind, hat die Gefahr, dass einige Spielerinnen vielleicht doch zu lässig in diese Partien gehen. Da bin ich als Trainer gefordert, um die Mannschaft stets zu motivieren", ergänzt Hör.
Das Team aus Grüningen und Pfaffenweiler zeichnet eine gute Altersstruktur aus. Routinier ist Silke Erath mit 35 Jahren. Die jüngste Spielerin ist 17. Zudem bieten sich von den B-Juniorinnen, die in der Verbandsstaffel spielen, weitere Talente an. "Wir gehen immer nur einen Schritt nach dem anderen. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit dieser Mannschaft auch schon jetzt in der Landesliga eine gute Rolle spielen würden", ist Hör überzeugt. Die Gefahr, dass die besten Spielerinnen den Verein verlassen, sieht er nicht. "Schon jetzt kommen viele ehemalige Spielerinnen, die heute in Pfohren oder Obereschach aktiv sind, als Zuschauer zu unseren Spielen. Vielleicht kommen sie zurück, wenn wir höherklassig spielen", sinniert Hör.
Ein starker Angriff, eine solide Abwehr und ein gutes Mittelfeld, in dem gleichermaßen offensiv wie defensiv gearbeitet wird, sind die Zutaten für das Erfolgsrezept bei der SG. Mit diesen Stärken sollen auch die nächsten Punktspiele in Angriff genommen werden, bevor im Pokal am 4. Dezember die nächste Herausforderung ansteht. "Wir nutzen die Pokalspiele auch, um gegen höherklassige Mannschaften das wirkliche Potenzial unserer Elf zu zeigen. Egal, wie der nächste Gegner heißt: Wir werden alles geben, denn wir wollen ins Finale", sagt Hör, der gegen Offenburg erstmals mit der Wunschformation spielte und sich für das Halbfinale nun eine große Zuschauerkulisse Zuschauer erhofft.
Noch ist das Halbfinale nicht ausgelost. Im Topf sind neben der SG noch Oberligist VfR Engen, Landesligist PSV Freiburg und der FC Hausen im Wiesental. Dieses Team dürften der Wunschgegner der Hör-Elf sein, denn die Wiesentäler spielen in der Verbandsliga. Und gegen die Teams aus dieser Liga tritt der Bezirksligist SG Grüningen/Pfaffenweiler erfahrungsgemäß besonders gerne an.
Dietmar Zschäbitz
http://www.suedkurier.de/sport/regionals...16,1774852.html